Vollständiges Angebot

Bei einem Angebotsvergleich sind oftmals sowohl die Mengenangaben als auch die eingerechneten Arbeitsstunden unterschiedlich hoch. Ein ehrliches Angebot beinhaltet realistische und vollständige Angaben. Sicheren Sie sich durch Nachfragen ab, ob auch tatsächlich alles im Angebot in entsprechender Menge enthalten ist. Dadurch sollte nach Abschluss der Tätigkeiten die Rechnungssumme mit der Angebotssumme ziemlich ident sein. Böse Überraschungen werden somit vermieden.

Nachvollziehbare Mengenangaben

Die Mengenangaben sollen für den Kunden nachvollziehbar sein. Bei einer Fußbodenheizung haben beispielsweise die kalkulierten Laufmeter wenig Aussagekraft. Die Angabe der beheizbaren Fläche in Quadratmeter ist in diesem Falle schlüssiger.

Kein Risiko bei der Arbeitszeit

Wenn Arbeitszeiten abgekoppelt vom Material angeboten werden, ist im Vorfeld eine Abschätzung der tatsächlich benötigten Arbeitszeit sehr schwierig. Objektiv und risikofrei ist eine mengenabhängige Pauschale. Das bedeutet, dass die benötigten Arbeitszeiten mit der Mengeneinheit gekoppelt sind. Idealerweise werden beispielsweise bei einer Fußbodenheizung die Kosten für Material und Arbeitszeit nach Quadratmeter angegeben.

Preis-Leistungs-Verhältnis

Um nachhaltig das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu ermitteln, ist ein möglichst langer Vergleichs-Zeitraum sinnvoll – bei Heizungen über 20 Jahre. Scheinbar hohe Anschaffungskosten relativieren sich, wenn damit eine lange Lebensdauer sowie niedrige Betriebs- und Instandhaltungskosten verbunden sind.

Billig ist meist nicht günstig

Beim Vergleich der Leistungs- und Effizienzdaten zeigt sich, welches Angebot tatsächlich günstiger ist. Bei Wärmepumpen gilt: Je höher die Jahresarbeitszahl (JAZ) ist, desto weniger Strom wird zum Heizen benötigt. Die Angabe der Jahresarbeitszahl hat eine höhere Aussagekraft als die Leistungszahl „Coefficient of Performance“ (COP). Der COP-Wert wird im Labor auf einem Prüfstand unter optimalen Bedingungen ermittelt, wohingegen die Jahresarbeitszahl über das gesamte Jahr berechnet bzw. vermessen wird.

Angabe der Jahresheizkosten

Ein seriöses Heizungs-Angebot beinhaltet eine Jahresheizkostenberechnung bzw. einen Heizkostenvergleich. Daraus sind auf einem Blick die zu erwartenden Heizkosten ersichtlich.

„Pfusch“ – eine wirklich gute Alternative?

Schwarzarbeit ist kein Kavaliersdelikt. Die Konsequenzen daraus werden oftmals unterschätzt. Bevor man sich auf „Pfusch“ einlässt, sollte man sich folgende Fragen stellen: Was passiert bei einem Handwerkerfehler? Wie schaut es mit Garantie und Gewährleistungaus? Eine Produkthaftung wird vom Hersteller nur dann übernommen, wenn das Produkt nachweislich mit Rechnung von einer Fachfirma eingebaut wurde. In Relation zur Gesamtsumme werden durch Schwarzarbeit die Kosten nur gering reduziert, wohingegen das Risiko enorm steigt.

Eigenleistung möglich?

In einem guten Angebot ist ersichtlich, wo die Möglichkeit zur Eigenleistung besteht und wie hoch die Ersparnis dadurch ist.

Komplettanbieter bevorzugen

Speziell bei größeren Investitionen auf Komplettanbieter achten. Wenn die Planung, Montage, Inbetriebnahme und der Kundendienst aus einer Hand stammen, ist eine rasche und problemlose Realisierung, sowie die weiterfolgende Betreuung des Projektes, eher gegeben. Bei der Vergabe an Subunternehmer kommt es häufiger zu einem Informationsverlust und zu Zeitverzögerungen.

Wer steht hinter dem Angebot?

Ein nicht unwesentlicher Faktor ist die Ausfallsicherheit bei Krankheit oder Unfall. Unternehmen mit einer geringen Mitarbeiterzahl können einen Arbeitsausfall eines Mitarbeiters schwerer kompensieren als größere Firmen. Ebenso wichtig ist zu klären, ob es sich um ein seriöses Unternehmen handelt, welches auch noch nach Jahren für seine Kunden da ist.

Was ist nach der Garantiezeit?

Je höher die Investition ist, desto wichtiger sind folgende Fragen: Was passiert nach Ende der Garantiezeit? Was erwartet mich finanziell? Wer ist für Probleme zuständig? Gibt es einen hauseigenen Kundendienst? Bei einer langen Lebensdauer des Produktes sind die finanziellen Risiken nach Ende der Garantiezeit geringer.

 

Mit nachvollziehbaren Mengenangaben und daraus resultierende Kosten ist ein seriöser Angebotsvergleich möglich. Leistungen ohne Rechnung reduzieren die Gesamtkosten nur minimal, wohingegen das Haftungsrisiko stark steigt. Für ein nachhaltig günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis ist speziell bei großen Investitionen ein möglichst langer Vergleichs-Zeitraum wichtig. Mit Leistungs- und Effizienzdaten können die zu erwartenden Betriebskosten errechnet werden. Wichtig ist auch zu klären, welche Risiken nach Ende der Garantiezeit bestehen.