Bei einer auf die jeweilige Situation angepassten Anlage und professioneller Installations- und Servicearbeit sind energieeffiziente Lösungen garantiert. Es werden nicht nur CO2-Emmisionswerte eingespart, sondern auch die laufenden Betriebskosten deutlich reduziert. Somit kann den stetig steigenden Energiepreisen entspannt entgegengeblickt werden, ohne auf Komfort zu verzichten zu müssen.

Gibt es für die klimafreundliche Art zu Heizen oder Strom zu produzieren Fördermöglichkeiten?

Förderung von Wärmepumpen

Der bewusste Umgang mit den Ressourcen und die damit verbundene Energieeffizienz ist wichtiger den je. Wärmepumpen reduzieren im Vergleich zu herkömmlichen Heizsystemen den Energieverbrauch deutlich. Daher wird der Einbau einer Wärmepumpen-Anlage von unterschiedlichen Fördergebern unterstützt.

Bundesförderung

Der Bund fördert die Umstellung des Heizsystems auf eine Wärmepumpe im Zuge des Sanierungschecks. Voraussetzung dabei ist, dass zusätzlich zwei Begleitmaßnahmen umgesetzt werden und die Errichtung erst nach Antragsstellung erfolgt. Insgesamt beträgt die Förderung maximal 8.000 Euro. Nähere Details dazu sind nachzulesen unter Umweltförderungen.

Förderung durch Energieversorgungsunternehmen

Folgende Energieversorgungsunternehmen bieten ebenfalls Unterstützung bei der Errichtung einer Wärmepumpen-Heizung an:

  • Energie AG
  • Enamo
  • Linz AG
  • KELAG
  • KELAG Powerpartner
  • Energie Burgenland
  • TIWAG
  • Salzburg AG
  • VKW

Die Förderhöhe ist bei den einzelnen Energieversorgungsunternehmen unterschiedlich, sie beträgt zwischen 120 Euro und 1.500 Euro.

Landesförderung

Sowohl für Neubau als auch Heizungstausch gibt es zusätzlich länderspezifische Fördermöglichkeiten. Eine übersichtliche Darstellung des Förderjungels bietet die Homepage der Wärmepumpe Austria.

In diesem Beitrag wird auf die Situation in Oberösterreich näher eingegangen.

Situation in Öberösterreich

Das Land Oberösterreich vergibt je nach Jahresarbeitszahl der Wärmepumpen-Anlage unterschiedliche Zuschüsse.

Beträgt die Jahresarbeitszahl der Gesamtanlage mindestens 4,5, wird bei Neubauten eine Förderung in der Höhe von 1.700 Euro zugesprochen. Die Umstellung von fossilen Altanlagen auf eine Wärmepumpe wird mit 2.200 Euro unterstützt.

Bei einer Jahresarbeitszahl von 4, bzw. bei Luft-Wärmepumpen 3,5, beträgt der Zuschuss bei einer Heizungsumstellung 1.500 Euro, beim Neubau 1.000 Euro und bei einer Erneuerung einer Wärmepumpe 500 Euro.

Voraussetzung ist jeweils, dass ein bestimmtes Jahreshaushaltseinkommen nicht überschritten wird. Beim Ein-Personen-Haushalt beträgt die Grenze 37.000 Euro, bei 2 Personen 55.000 Euro. Für jede weitere Person im gemeinsamen Haushalt ohne Einkommen zusätzlich 5.000 Euro.

Des Weiteren muss die Wärmepumpe entweder mit einer Fotovoltaikanlage oder einer thermischen Solaranlage kombiniert werden. Alternativ dazu ist auch der Betrieb der Anlage mit Strom aus 100 Prozent erneuerbaren Energieträgern förderwürdig.

Wenn im Umkreis von 35 Metern ab Grundgrenze ein Anschluss an ein bestehendes Fern- oder Nahwärmenetz zur Verfügung steht, kann vom Land OÖ keine Förderung in Anspruch genommen werden.

Eine Antragstellung ist nur bis zum 30. April 2017 möglich, da sich dann die Förderrichtlinien ändern.

Zusätzlich zur direkt ausbezahlten Förderung vom Land Oberösterreich, kann über die Wohnbauförderung eine indirekte Unterstützung beantragt werden. Diese wird über ein Hypothekardarlehen der OÖ Landesbank AG (Hypo) mit einer 30 jährigen Laufzeit abgewickelt.

Die Höhe der Basisförderung ist dabei gekoppelt an den energetischen Zustand des Hauses (von Niedrigenergiehaus bis Minimalenergiehaus) und beträgt 48.000 Euro bis 59.000 Euro. Bei der Verwendung von ökologischen Dämmstoffen erhöht sich das Darlehen um 8.000 Euro, bei Barrierefreiheit um 3.000 Euro und pro Kind im Haushalt um 10.000 Euro.

Förderung von Fotovoltaikanlagen

Die österreichische Bundesregierung unterstützt mit dem Klima- und Energiefond den Einsatz von klimaschonenden Fotovoltaik-Anlagen. Privatpersonen, Betriebe, Vereine und konfessionelle Institutionen können sich eine private Fotovoltaik-Anlage mit einer Leistung bis maximal 5 kWp fördern lassen.

Bei freistehenden Anlagen sowie Aufdachanlagen beträgt die Förderpauschale 275 Euro/kWp; bei gebäudeintegrierten Anlagen 375 Euro/kWp. Es werden dabei jeweils maximal 35% der anerkennbaren Investitionskosten gefördert.

Voraussetzung für die Bundesförderung

Voraussetzung für diese Förderung ist die rechtzeitige Registrierung und anschließende Umsetzung. Nach erfolgter Registrierung ist das Fördergeld für 12 Wochen reserviert. Wird die Anlage nicht innerhalb dieser 12 Wochen abgerechnet, erlischt der Anspruch auf Förderung.

Eine Kombination mit einer anderen Bundes- bzw. Landesförderung ist nur für den nicht geförderten Anteil möglich. Erweiterungen von bestehenden Anlagen werden generell vom Bund nicht gefördert.

Landesförderung

Wie auch bei den Wärmepumpen, gibt es keine einheitliche länderspezifische Regelung bezüglich förderwürdiger Anlagen bzw. der Förderhöhe.

In Vorarlberg, Tirol und Niederösterreich gibt es keine Landesförderung.

Das Land Oberösterreich fördert für Betriebe Fotovoltaikanlagen und für Privatpersonen Speicher-Anlagen. Derzeit werden jedoch keine weiteren Speicher-Anlagen gefördert, da das bereitgestellte Budget bereits aufgebraucht ist.

Kärnten bietet ausschließlich eine Speicher-Förderung.

Salzburg, Steiermark, Burgenland und Wien fördern sowohl Fotovoltaik- als auch Speicher-Anlagen.

 

weitere Infos zur Fotovoltaik-Förderung

Auf der Homepage der Photovoltaik Austria sind sämtliche Fördermöglichkeiten übersichtlich zusammengefasst.